SUPER SUNDAY IN THE BOOKS: Wunder gescheh’n, wenn man sie lässt…

++ Rekorde auf allen Fronten: Alle 35 Matches konnten über die Bühne gebracht werden – 14 Stunden lang packendes Spitzentennis auf allen vier Courts – Drei Mal ging es in den Tiebreak des dritten Satzes ++

Der Super Sunday wurde seinem Namen allemal gerecht: Von 08:30 Uhr morgens bis 23:15 abends wurden 35 (!) Partien (absoluter Rekord) über die Bühne gebracht. Trotz verspätetem Beginn und einer etwa einstündigen Regenpause am Abend – wo sich weit mehr als nur kurze Zweifel auf der Anlage breitmachten, dass der Zeitplan vollendet werden würde – wurde das mehr als anspruchsvolle Programm noch vor Mitternacht durchgebracht. Wunder gescheh’n eben – Nena – und auch wir heute – haben’s gesehen.

EINIGE ZAHLEN UND FAKTEN ZUM SUPER SUNDAY

08:31 Startzeit

3 Die Anzahl der Partien, die in den Tiebreak des dritten Satzes gingen. Rudy Dosser unterlag dort nach zuvor zwei vergebenen Matchbällen Armin Platzer. Rita Coghe setzte sich nach über drei Stunden Spielzeit gegen Katharina von Stefenelli in der Kurzentscheidung des dritten durch, bevor selbige am Abend von Monika Franz – nach erneuten drei Stunden Kampf – dort niedergerungen wurde. Was für ein Spektakel, liebe Tennisfreunde.

3 Die Anzahl der Matches, die die beiden Helmuths (Rainer und Gamper) jeweils am heutigen Sonntag bestritten. Hausherr Helmuth „Bette“ Rainer gewann dabei alles drei Partien, Helmuth Gamper musste sich in seinem dritten Spiel Gastgeber Christian Walcher beugen.

8 Die Anzahl der am Super Sunday gespielten Tiebreaks.

35 Die Anzahl der am heutigen Tag gespielten Matches.

627 Die Anzahl der am heutigen Tag gespielten Games.

1:07 h dauerte die Regenpause am Abend

23:15 Uhrzeit, an der der letzte Matchball verwandelt wurde.

EIN BLICK AUF DIE TERLANER

Am Super Sunday waren acht TVT-Cracks im Einsatz. Bette hatte die undankbare Aufgabe, drei Spiele an einem Tag zu absolvieren, brillierte jedoch auf ganzer Linie und gewann alle drei Matches in zwei lockeren Sätzen. Sein zweites Match war zugleich ein Derby, in welchem er Altmeister Luis Mittelberger keine Chance ließ: 6:2, 6:0 lautete das Endverdikt.

Stefan Unterholzner (vs. Lorenzo Angeli) Alex Franz (vs. Matteo Scaggiante) und Hermann Thaler (vs. Massimiliano Manfrin) erwischten starke Gegner und fanden in ihnen leider bereits ihre Meister.

Christian Walcher zeigte in der Night Session auf dem Centre Court eine äußerst solide Leistung und stoppte den Lauf von Helmuth Gamper mit einem 6:4, 6:0.

Hans Pircher kam ebenfalls auf dem Centre Court zum Zug, verlor jedoch in einer Hammerpartie gegen Maurizio Barresi mit 4:6, 5:7.

Monika Franz hingegen lieferte uns mit ihrem Sieg das Match des Tages.

Die Terlaner Bilanz am Super Sunday: 5-5.

MATCH DES TAGES – Monika Franz vs. Rita Coghe   6:2, 6:7 (2), 7:6 (4) – 2:57 h

Monika Franz traf am Abend auf Platz 2 auf Marathonfrau Rita Coghe, die am Vormittag Katharina von Stefenelli nach über drei Stunden Spielzeit mit 6:4, 6:7 (4), 7:6 (3) niederkämpfte. Diese Strapazen konnte man Coghe im ersten Satz gegen unsere Moni anmerken, letztere gewann diesen verdient mit 6:2. Dann jedoch kam Rita besser und besser ins Spiel und sicherte sich den zweiten Satz in extremis im Tiebreak. Was im dritten Satz folgte, war pures Drama: Moni sprintete auf 3:0 bzw. 4:1 davon, ließ sich aber auf der Zielgeraden noch einholen. Bei 5:3 vergab die neben Helene Pircher einzige TVT-Hoffnung im Tableau der Damen drei Matchbälle. Rita Coghe war wieder da und stellte – nach Abwehr von zwei weiteren Matchbällen – auf 5:5. Moni blieb jedoch cool, holte sich das 6:5, konnte jedoch wieder nicht den Sack zumachen.

Ein Tiebreak musste her, um die Entscheidung herbeizuführen. Dort lag Rita bereits mit 4:1 in Front, ehe Monika zur Aufholjagd bließ und mit sechs Punkten in Folge das Match nach knapp drei Stunden doch noch für sich entschied.

Mit einem Jubelschrei der Erleichterung in den Terlaner Nachthimmel feierte unsere Moni ihr Weiterkommen. Bärenstark, wie cool sie nach den fünf vergebenen Matchbällen geblieben ist.

Ebenso zu würdigen ist jedoch an dieser Stelle auch die Leistung ihrer Gegnerin Rita Coghe, die am Super Sunday gute SECHS (!) Stunden auf dem Platz verbrachte und zweimal in den Tiebreak eines dritten Satzes ging. Um ihre fast schon unmenschliche Leistung, die ihr auf dem Tennisplatz in diesem Jahr nur zwei gewisse Herren namens Kevin Anderson und John Isner im Südwesten Londons gleichtaten, anzukennen, schenkte die Turnierleitung Rita eine neue Packung Terlaner Turnierbälle.

Was für ein Sunday-Night-Krimi – und das in höchster Primetime!

EIN AUSBLICK AUF MONTAG

Am morgigen Montag stehen immerhin 20 Matches an. Los geht’s bereits mit einem Match um 09:30 Uhr, Tobias Gasser fordert Hausherr Stefan Schmid. Am Nachmittag kommt der Trubel erst richtig ins Rollen: Mit Florian Patauner, Horsti Ohnewein und Edi Duregger geben drei weitere feste Terlaner Größen ihr Debüt. Weiters sind Bette und Chris erneut zu sehen.

Mit Andi Flunger und Josef Gasser steigen weitere Hochkaräter in die 4. Auflage des Terlaner FIT-Turniers ein.

Besonders sehenswert: Die Kracher Pircher Hansi vs. Kössler und Putzer vs. Ebner.

Bei den Damen steigt Mitfavoritin Stefanie Pinggera ins Turnier ein. Sie trifft auf Hannah Pixner.

Also dann, bis morgen, liebe Freunde der gelben Filzkugel.

TOP 3 MATCHES ON DAY 4

Tobias Gasser vs. Stefan Schmid (09:30 Uhr)

Hansi Pircher vs. Max Kössler (15 Uhr)

Tobias Putzer vs. Fabian Ebner (20 Uhr)